Blog

In unserem Blog ließt du alle relevanten Themen zu Vermietung, Mietern und vieles mehr.

Kann der Vermieter den Mietvertrag ändern?

Es klingt einfach: Der Mietvertrag kann jederzeit geändert werden. ABER: Wie bei einem anderen Vertrag auch, bedarf eine Änderung der Zustimmung beider Seiten. Und das gestaltet sich mitunter schwieriger. In welchen Fällen Sie den Mietvertrag ändern können und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

 

Es klingt einfach: Der Mietvertrag kann jederzeit geändert werden. ABER: Wie bei einem anderen Vertrag auch, bedarf eine Änderung der Zustimmung beider Seiten. Und das gestaltet sich mitunter schwieriger. In welchen Fällen Sie den Mietvertrag ändern können und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Ein Mietvertrag regelt die Vermietung eines Mietobjekts zwischen Vermieter und Mieter. Durch den Mietvertrag wird der Vermieter verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren. Im Gegenzug ist der Mieter dazu verpflichtet, die vereinbarte Miete zu entrichten (§ 535 BGB). Neben der Miethöhe enthält der Mietvertrag aber auch noch einige andere Vereinbarungen wie die Mietdauer, Klauseln zur Nebenkostenabrechnung oder Untervermietung.

In vielen Mietverträgen ist schriftlich festgehalten, dass die Vertragsänderungen nur dann wirksam sind, wenn sie schriftlich vereinbart wurden. Ansonsten ist eine Änderung auch mündlich möglich – allerdings ist diese vor Gericht nur schwer nachweisbar.

Das sind die häufigsten Gründe für eine Änderung des Mietvertrages

  • Vereinbarungen über die Miethöhe

Möchten Sie die Miete für Ihre Wohnung erhöhen, müssen Sie sich dabei an genaueste gesetzliche Vorgaben halten. Mieterhöhungen sind nur bis zu einer ortsüblichen Vergleichshöhe möglich oder wenn Sie Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen haben. Im Falle einer vertraglich festgelegten Index-, oder Staffelmiete erhöht sich die Miete automatisch anhand eines vorgegebenen Parameters. Die genauen Bestimmungen zur Mieterhöhung finden sie hier: https://www.upflat.de/blog/mieterhoehungen
 

  • Länge der Mietdauer

Die Länge eines bislang befristeten Mietvertrages kann auch rückwirkend noch verlängert werden. Befristete Mietverträge dürfen gemäß § 575 BGB nur aus triftigen Gründen abgeschlossen werden. Etwa, wenn der Vermieter nach Ende des Mietverhältnisses eine Eigennutzung anstrebt. Verschiebt sich dieser Befristungsgrund, so kann auch der Mietvertrag entsprechend verlängert werden.

  • Nebenkostenzahlungen, und -höhe

Die Nebenkostenzahlung wird oftmals als Vorauszahlung getätigt und orientiert sich am Verbrauch der Betriebskosten. Am Ende des Jahres muss der Vermieter dann eine Ausgleichszahlung über noch ausstehende Kosten leisten oder erhält Geld zurück. Nach Ablauf eines Jahres kann die Vorauszahlung angepasst werden, falls diese in den vergangenen Monaten wesentlich zu hoch oder zu niedrig angesetzt wurde.
 

  • Neue Bewohner in Mietgemeinschaften

Ziehen neue Bewohner in eine Wohngemeinschaft ein, so hängt es von der bisherigen Vertragsgestaltung ab, ob der Mietvertrag entsprechend angepasst werden muss. Ist ein Bewohner der Hauptmieter und alle anderen seine Untermieter, so muss der Vertrag nur dann geändert werden, wenn der Hauptmieter auszieht. Sind alle Bewohner Hauptmieter, so muss die Änderung entsprechend im Vertrag vermerkt werden, oder aber ein völlig neuer Vertrag aufgesetzt werden. In diesem Zuge könnte auch das Mietverhältnis abgeändert werden. Verfügt hingegen jeder Mitbewohner über einen eigenen Vertrag, so reicht es, wenn bei einem neuen Mitbewohner ein neuer Vertrag aufgesetzt wird.
 

  • Vereinbarungen zur Untermiete

Möchte Ihr Mieter einen Untermieter in die Wohnung mit aufnehmen, so benötigt er dafür zunächst Ihr Einverständnis als Vermieter. Besteht dafür ein berechtigtes Interesse, so sind Sie jedoch zur Zustimmung verpflichtet, wenn Sie nicht ein begründetes Bedenken gegen den Untermieter vorweisen können (§553 Abs. 1 BGB) und können diese Änderung dann in den Mietvertrag mit aufnehmen.

 

Dieser Artikel kann eine Rechtsberatung nicht ersetzen. Diese erhalten Sie bei einem Fachanwalt oder einem Vermieterverein.

14 Tage kostenlos testen

Überzeuge dich jetzt selbst, unverbindlich und kostenlos

Jetzt kostenlos testen