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Umlegen von Baumfällkosten

Ein Haus mit Garten ist immer auch mit einer Menge Arbeit verbunden. Rasenmähen, Laubharken und Sträucher beschneiden. Als Vermieter können Sie Ihren Mieter dazu verpflichten, die Gartenpflege zu übernehmen. Wenn Sie jedoch selbst tätig werden oder einen externen Dienstleister beauftragen, können Sie einige der anfallenden Kosten auf die Miete umlegen. Wir erklären Ihnen, welche Kosten Sie in die Betriebskostenabrechnung aufnehmen können und was es dabei zu beachten gilt.

Ein Haus mit Garten ist immer auch mit einer Menge Arbeit verbunden. Rasenmähen, Laubharken und Sträucher beschneiden. Als Vermieter können Sie Ihren Mieter dazu verpflichten, die Gartenpflege zu übernehmen.

Wenn Sie jedoch selbst tätig werden oder einen externen Dienstleister beauftragen, können Sie einige der anfallenden Kosten auf die Miete umlegen. Wir erklären Ihnen, welche Kosten Sie in die Betriebskostenabrechnung aufnehmen können und was es dabei zu beachten gilt.

Grundsätzlich können Sie die Kosten für die Gartenpflege als laufende Kosten gemäß §2 Nr. 10 BetrKV in die Betriebskostenabrechnung aufnehmen. Laufende Kosten bezeichnen alle regelmäßig anfallenden Kosten. Dazu zählen Maßnahmen wie Düngen, das Beschneiden von Büschen und Sträuchern und auch die Pflege von Bäumen, die entweder jährlich oder in gleichmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Baumfällkosten werden hingegen nicht sehr häufig fällig und sind damit auch in Ihrem Umfang nur schwer einzuschätzen. Ob Sie diese Kosten im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf Ihren Mieter umwälzen können, hängt maßgeblich davon ab, ob die Arbeiten im Rahmen der Gartenpflege oder aber der Verkehrssicherungspflicht des Vermieters durchgeführt werden.

Verkehrssicherung

Laut der Verkehrssicherungspflicht hat jeder Vermieter dafür Sorge zu tragen, dass von seinem Grundstück keine vorhersehbare Gefahr für seinen Mieter und gegenüber Dritten ausgeht und Wege gefahrenlos passiert werden können. Demnach müssen auch Bäume auf dem Grundstück Ihres Mietobjektes regelmäßig auf Schäden wie lose Äste und Pilzbefall etc.  kontrolliert werden. Besteht die Gefahr, dass andere Personen durch herabfallende Äste oder Ähnliches zu Schaden kommen könnten, müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um den Mangel zu beseitigen. Da die Verkehrssicherung Sache des Vermieters ist, handelt es sich dabei nicht um umlagefähige Betriebskosten und Sie müssen die Kosten dafür selbst tragen.

Gartenpflege

Anders sieht es bei Maßnahmen aus, die eindeutig der Gartenpflege zuzuordnen sind. Dazu zählt auch die Erneuerung von Pflanzen und Gehölzen. Entsprechend einem Urteil des Landgerichts München vom 19.11.2020 sind auch die Kosten für das Fällen eines kranken, morschen und abgestorbenen Baumes umlagefähig, wenn dieses im Rahmen der Gartenpflege nötig wird. Zwar treten diese Kosten nicht sehr häufig auf, dennoch ist das Absterben von Bäumen und Gehölzen ein natürlicher Vorgang, der durchaus absehbar ist.

Tipps für Vermieter:

Um Streit mit Ihrem Mieter zu vermeiden, sollten Sie Ihm möglichst vor Abschluss des Mietvertrages die Möglichkeit bieten, sich einen Eindruck vom Zustand des Gartens und den darin befindlichen Gewächsen zu machen. So kann er besser abschätzen, ob und in welchem Zeitraum höhere Betriebskosten aufgrund von notwendigen Gartenarbeiten fällig werden könnten.

 

Dieser Artikel kann eine Rechtsberatung nicht ersetzen. Diese erhalten Sie bei einem Fachanwalt oder einem Vermieterverein.

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