Baubranche boomt trotz Corona-Pandemie

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Umstände durch die Corona-Pandemie boomt die Bauwirtschaft weiterhin und konnte bereits das achte Jahr in Folge steigende Umsätze verzeichnen. Insbesondere im Wohnungsbau wird für das Jahr 2021 ein Umsatzplus von drei Prozent erwartet.  

Grund für den Boom ist vor allem die nicht abnehmende Nachfrage nach Wohnraum in den großen deutschen Ballungsgebieten. Dort sind weiterhin bezahlbarer Wohnraum ein knappes Gut. Auch die niedrigen Zinsen für Kredite sorgen dafür, dass Investitionen in Immobilien attraktiv bleiben. Zusätzlich hat das Absenken der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020 dazu geführt, dass viele Bauvorhaben vorgezogen wurden.  Dabei trägt die Bauindustrie enorm zur Stabilisierung der Wirtschaftslage bei und sichert auch die Bereitstellung und Instandhaltung von systemrelevanter Infrastruktur wie Straßen, Brücken und Energieversorgungseinrichtungen. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen konnte der Baubetrieb während der Corona-Pandemie nicht ins Home-Office verlagert werden und die Handwerker arbeiteten unter Hygienevorkehrungen auf den Baustellen weiter. Seit dem Jahr 2010 hat sich die Zahl der jährlich errichteten Wohnungen damit fast verdoppelt. Im Jahr 2020 wurden mehr als 300.000 Wohnungen neu gebaut, die einen Gesamtumsatz von 53 Milliarden Euro erwirtschafteten.  Mehr als die Hälfte dieser Wohnungen wurden in Mehrfamilienhäusern errichtet, die Zahl der neu gebauten Einfamilienhäuser liegt bei knapp 90.000 Gebäuden.  Dennoch müssten nach dem Ziel der Bundesregierung jährlich bis zu 400.000 Wohnungen fertig gestellt werden, um den gesamten Bedarf nach Wohnraum zu decken.

Langfristig schwächeres Wachstum zu erwarten 

Problematisch könnten bei den steigenden Bauvorhaben vor allem der Fachkräftemangel werden. Es ist davon auszugehen, dass das Personal künftig nicht mehr ausreichen wird, um alle Bauvorhaben termingerecht fertig zu stellen. Auch das Baumaterial könnte bei einem solch hohen Bedarf knapp werden.  

Für das kommende Jahr sei daher laut einer Studie der EY Pantheon Unternehmensberatung ein schwächeres Wachstum im Hochbau zu erwarten. Neben den Engpässen für Baumaterial und Fachkräfte wird auch freies Bauland immer knapper und die Baukosten steigen. Außerdem sind insgesamt sinkende Mietrenditen zu erwarten.   

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